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Alcarràs - Die letzte Ernte Film

Kinofilm



Alcarràs - Die letzte Ernte Film


FSK 6 2D

FSK 6 | Länge 120 Min. |
Erschienen am
Drama

Alcarràs – Die letzte Ernte ist ein Drama, das sich in seiner leicht nachvollziehbaren Handlung gekonnt zwischen Tradition und Moderne bewegt.

Zutiefst intim aber auch immer politisch, mit tiefen Emotionen zwischen großer Trauer und Verzweiflung bis hin zu glücklichen Momenten schöpft der Familienfilm alles aus, was Kino kann.

In authentischen, an die Seele rührenden Bildern erzählt der Familienfilm im Kinoprogramm die Geschichte der Familie Solé. Die soll ihre seit Generationen liebevoll bewirtschaftete Pfirsisch-Plantage verlassen und damit Platz für eine riesige Solaranlage machen.

Der Widerstreit zwischen den Alten und den nachkommenden Generationen entfacht sich nicht nur am unmöglichen Erhalt der Pfirsich-Plantage, sondern auch am Sinn und Unsinn einer Energiepolitik, die tiefschichtig und manchmal rücksichtslos in das Leben und Erleben der Menschen eingreift.

Dem unvermeidlichen Schicksal entgegensehend trifft sich die ganze Familie Solé noch einmal, um im katalanischen Dorf Alcarràs die letzte Ernte einzubringen. Ein nicht ganz einfacher Anlass, um alle noch einmal an einen Tisch zu bringen, in schönen und bitteren Erinnerungen zu schwelgen aber auch, um den Blick in die Zukunft zu wagen.

Regieführend gelingt es Carla Simón auf tief beeindruckende Art, Gefühle greifbar zu machen, aber auch die Frage nach dem tieferen Sinn zu stellen. Mit den Hauptdarstellern Xenia Roset, Anna Otín, Jordi Pujol Dolcet und vielen anderen ist ein Team angetreten, das die Geschichte um die Familie Solé glaubhaft und tief bewegend auf die Leinwand und ins Kino bringt. Interessant dürfte dabei sein, dass alle Darsteller Laienschauspieler sind und bislang weder Ruhm noch Ehren einsammeln konnten.

Um so erstaunlicher ist, dass mit dem Film Alcarràs – Die letzte Ernte der Gewinner des Goldenen Bären 2022 für den besten Film in die Kinos kommt. Damit setzt Carla Simón eine auf vielen Festivals sehr beachtete Karriere fort, die schon mit „Fridas Sommer“ klare Ausrufezeichen setzte.

Mit Alcarràs – Die letzte Ernte steht ein Film im Kinoprogramm, der die aktuellen Fragen unserer Zeit genauso treffend aufgreift, wie die familiären Traditionen von Menschen, die ihrer Heimat und ihrer Arbeit tief verbunden sind. Die Frage nach dem Danach scheint im Film vielleicht beantwortet, dürfte aber die Zuschauenden im Kino auch nach zwei Stunden Drama noch weiter beschäftigen.

Großartige Bilder wechseln sich ab mit tiefen Einblicken in das Seelenleben der Akteure und machen aus Alcarràs – Die letzte Ernte mehr, als nur einen bewegenden Film. Gestellt bleibt die Frage, wie viel Identität, Traditionsbewusstsein und familiären Stolz sich Menschen in unserer schnelllebigen und stetig ändernden Welt noch leisten können und dürfen.

Dabei wirkt der Film niemals erfunden, sondern immer echt, glaubwürdig und anrührend. Dass das durchaus auch mit aktuellen Geschehnissen in einer schwieriger werdenden Welt in Zusammenhang zu setzen ist, dürfte den Kinobesucher überraschen, zumal der Streifen bereits vor der aktuellen Energie-Krise und den daraus folgenden  Umwälzungen und Verwerfungen abgedreht worden ist.

CinemaXXL spricht eine klare Empfehlung für alle aus, die Kino nicht nur als seichte Unterhaltung, sondern durchaus auch als Auseinandersetzung mit dem Leben im Hier und Heute verstehen. Wenngleich der Lauf der Dinge in Alcarràs – Die letzte Ernte immer erwartbar erscheint.

Verleih:
Piffl Medien
Regisseur:
Carla Simón
Mitwirkende:
Xenia Roset, Anna Otín, Jordi Pujol Dolcet

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