Milo Haaf

Filme mit Milo Haaf:


Filmographie von Milo Haaf

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FSK 0 2D

FSK 0 | Länge 103 Min. |
Erschienen am 11.08.2022
Abenteuer
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Wer kennt ihn nicht, den großen Häuptling der Apachen, Winnetou. Im Abenteuerfilm Der junge Häuptling Winnetou lernen wir den Helden unserer Kindheit von einer ganz anderen Seite kennen. Zumindest für Freunde des klassischen Indianerfilms kommt damit ein Film ins Kinoprogramm, der Klein und Groß ebenso Freude bereiten dürfte.

Mit Regisseur Mike Marzuk (u. a. „Fünf Freunde“) gelingt der deutschen Adaption des jungen Winnetou eine spannende Geschichte, die dank der ausgewogenen und spannenden Besetzung und der packenden Erzählung vor allem den jüngeren Freunden des deutschen Kinos gefallen wird.

In der Hauptrolle des jungen Winnetou glänzt Mika Ullritz („Fack Ju Göhte 3“) neben Milo Haaf, der die Rolle des Tom Silver übernimmt. Begleitet wird das abenteuerlustige Duo von Winnetous Schwester Nscho-Tschi (Lola Linnéa Padotzke). Daneben gibt es ein Wiedersehen mit Anatole Taubman („Dark“), Mehmet Kurtulus („Big Game“) und Tim-Oliver Schultz („Club der roten Bänder“), die sich ihre Schauspieler-Ehren längst verdient haben und einen gewissen Kultstatus genießen dürfen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Als im Apachendorf des alten Häuptlings Intschu-tschuna (Mehmet Kurtulus) zur Jagdsaison die großen Büffelherden ausbleiben, steht für das Volk der Apachen alles auf der Kippe. Das ist genau die Gelegenheit, auf die der 12-jährige Winnetou schon seit langem gewartet hat. Schon immer wollte er seinem Vater beweisen, dass er das Zeug zu einem ganz großen Häuptling hat. Intschu-tschina hegt daran jedoch deutliche Zweifel.

Der junge Winnetou macht sich auf, die Büffelherden zu suchen. Was er zunächst findet, ist Tom Silver, den er schnell in Verdacht setzt, etwas mit dem Verschwinden der Büffel zu tun zu haben. Trotz aller Unterscheide findet das ungleiche Paar, begleitet von Winnetous Schwester Nscho-Tschi zusammen und kann nach einigen turbulenten Abenteuern den Schurken Todd Crow (Anatole Taubman) als den eigentlichen Verursacher der drohenden Katastrophe ausmachen.

Für die Apachen steht alles auf dem Spiel, aber dank der Initiative des jungen Winnetou und der Hilfe seiner Schwester und Tom Silvers wird am Ende alles gut.

Wer die Kult-Figur Winnetou von Karl May schon immer geliebt und ein wahres Faible für Indianerfilme hat, ist auch als älterer Zuschauer begeistert. Vor allem für die jüngeren Zuschauer*innen dürfte Mika Ullritz die beste aller denkbaren Besetzungen für einen Film sein, der im Kinoprogramm die lange Reihe der Winnetou-Filme und Adaptionen auf eine angenehme Weise ergänzt.

Zeit also, mal wieder ins Kino zu gehen und in den alten Indianerträumen zu schwelgen oder diese ganz neu zu erleben. Das unwiderstehliche Charisma des Heldenmütigen und Aufrichtigen begleitet auch hier schon den jungen Winnetou durch eine fesselnde und leicht erzählte Geschichte, die mit großen Bildern und sanften Charakterstudien aber auch nicht geizt. Dank der geschickten Kameraführung von Alexander Fischerkoesen wird der Film im Kino nicht zu temporeich, bleibt aber immer direkt bei den handelnden Figuren. So macht der Kinderfilm im Kinoprogramm richtig Spaß und dürfte für so manchen kleinen Kinogänger der Start in eine eigene kleine Indianer-Karriere sein. Eine politische Auseinandersetzung mit der Verkörperung der Rollen und Klischees sollte angesichts der Handlung überflüssig erscheinen, wenngleich einige Stereotype natürlich nicht übersehbar sind.

Verleih:
Leonine
Regisseur:
Mike Marzuk
Mitwirkende:
Mika Ullritz, Milo Haaf, Lola Linnéa Padotzke