Schatzritter

Kinderfilm/Abenteuer | FSK 6 | Spieldauer 104 Min.



Schatzritter


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FSK 6 2D

FSK 6 | Länge 104 Min. | Erschienen am 30.08.2012
Kinderfilm/Abenteuer | Luxemburg/Deutschland/2012

Als kleines Kind sah Jeff mit an, wie ein Eindringling seine Mutter mit Blitzen tötete. Wie zutreffend seine von anderen stets für Fantasie gehaltene Beobachtung war, erfährt er in den Sommerferien als 11-jähriger: Denn der Käufer der familieneigenen Burgruine ist niemand anderes als Duc de Barry, der Mörder von einst. Er und seine Handlanger haben es auf den legendären Goldschatz der Melusina abgesehen. Mit seinen Freunden Leo, Julia und "Killer" sucht Jeff auf eigene Faust danach, unterstützt von der als Archäologin in Erscheinung tretenden Sagengestalt.

Alexandra Neldel bereichert als Sagenfigur das luxemburgisch-deutsche Kinderabenteuer um die Suche nach einem legendären Schatz. Das klassische Sommerferienabenteuer mit einem Quartett Mini-Indiana-Jones nimmt sich der luxemburgischen Legende um die Meerjungfer Melusina an, auf deren Schatz es drei finstere Gesellen abgesehen haben. In eher hausbackener Manier wendet sich die mehr der Knobelei als Effekten verschriebene Jagd nach einem verlorenen Schatz vorwiegend an ein junges Publikum. Die derzeit als "Wanderhure" erfolgreiche Alexandra Neldel verkörpert als tragende Nebenfigur - die vorgebliche Archäologin Melanie - eine vor tausend Jahren verschwundene Sagengestalt, die noch immer durch Luxemburgs Flüsse schwimmen soll. Dass sie im Campingplatz des 11-jährigen Jeff (Anton Glas) auftaucht, der dort mit seinem sauertöpfischen Vater am Rande der hauseigenen Burgruine lebt, ist kein Zufall. Denn ihr nie gehobener Schatz ist im Visier der "schwarzen Brüder", dreier totenbleich geschminkter Friedhofsgestalten um Duc de Barry (Clemens Schick, der als Handlanger von Mads Mikkelsen in "Casino Royale" in Erscheinung trat), der mit einem unter dem Mantel versteckten Zitteraal gerne Elektroschocks verteilt. Damit ermordete der Magier einst Jeffs Mutter in einer Harry-Potter-artigen Szene und entkam unerkannt, während man Jeffs Zeugenaussage seiner kindlichen Fantasie zurechnete. Nun erweist sich nicht nur sein Trauma, sondern auch seine als naiv wahrgenommene Begeisterung für die Schatzritter-Legende als wahr. Wie "Die drei ???" knobelt sich das Quartett - die pubertären Geschwister Leo (Thierry Koob) und Julia (Lana Welter) sowie der jüngeren "Killer" (Tun Schon sorgt mit schrägen Verkleidungen für Laune) - mit Scharfsinn und Grips von Hinweis zu Hinweis, sucht Ruinen, Kathedralen, Wälder und Flüsse, Höhlen und Krypten auf, muss Mut beweisen, Ängste überwinden und entdeckt die Freundschaft neu. Dazwischen holt Jeff seine Familiensituation ein, wenn seine überprotektiver Vater als Spaßbremse auftritt. Irgendwann gerät der Spielfilmdebütantin Laura Schroeder diese Gruppendynamik aus dem Sichtfeld - sobald die Action mit leichtem Grusel-Faktor den Vorzug erhält. Das dürfte vor allem ganz junge Zuschauer ansprechen, denn die teilweise in den Bavaria Studios gedrehte Produktion beweist, dass man Kinder auch ohne Effekt-Overkill unterhalten kann. tk.

Verleih:
Farbfilm (24 Bilder)
Regisseur:
Laura Schroeder
Mitwirkende:
Alexandra Neldel (Melanie), Clemens Schick (Duc de Barry), Luc Feit (Michael Kutter), Anton Glas (Jeff Kutter), Thierry Koob (Leo)


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