Prestige - Meister der Magie

Thriller/Drama | FSK 12 | Spieldauer 130 Min.



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Prestige - Meister der Magie


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FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 130 Min. | Erschienen am 04.01.2007
Thriller/Drama | USA/2006

Zur Jahrhundertwende stehen sich im viktorianischen London zwei Bühnenzauberer unversöhnlich gegenüber. Ursprünglich entwickelten Alfred Borden (Christian Bale) und Robert Angier (Hugh Jackman) ihre Tricks und Illusionen gemeinsam unter den Fittichen ihres Meisters, Cutter (Michael Caine). Als Roberts Frau Julia (Piper Perabo) bei einem Zauber ertrinkt, gibt er Alfred die Schuld. Fortan sabotieren sie sich in erbitterter Feindschaft gegenseitig. Das gefährdet nicht nur Roberts Assistentin Olivia (Scarlett Johansson), sondern gipfelt in einem Elektrizitätsexperiment von Erfinder Tesla (David Bowie). Nach "Batman Begins" widmet sich Christopher Nolan einem prächtigen Historienthriller, der mit charakterlicher Tiefe, stark aufspielenden Stars und einem dramatischen Mix aus Besessenheit, Eifersucht und Verrat besticht.

Batman Christian Bale und Wolverine Hugh Jackman bekriegen sich in Christopher Nolans ("Batman Begins") verschachtelten Historiendrama mit doppelten Plotboden als zwei verfeindetete Bühnenmagier der viktorianischen Ära. Das von Nolan mit seinem Bruder Jonathan geschriebene Drehbuch zaubert eine spannungsreiche Mischung von Mord und Magie, Illusion und Intrige, Liebe und Laster, Rivalität und Rache, die den ähnlich konzipierten "The Illusionist" mit noch aufwändigeren Schauwerten in den Schatten stellt. Begonnen wird wie beim Konkurrenzfilm mit einer Mordbeschuldigung, in diesem Fall soll der bekannte Bühnenmagier Alfred Borden (Bale) seinen langjährigen Rivalen Robert Angier (Jackman) umgebracht haben. Wie es dazu gekommen ist, wird nun in puzzlehaften Rückblenden auf mehreren Zeitebenen erzählt. Zunächst erlernen die beiden Kollegen gemeinsam das Magierhandwerk beim versierten Illusionisten und Ingenieur Cutter (ein souveräner Michael Caine). Doch als Angiers Ehefrau bei einem Bühnentrick wegen Bordens Eigensinnigkeit umkommt, werden sie zu erbitterten Feinden. Beide beginnen ihren Aufstieg auf den Bühnen Londons, wobei sich Borden als der talentiertere und innovativere erweist. Doch Angier ist der größere Showmann und mit seiner adretten Assistentin Olivia (Scarlett Johansson) der Publikumsfavorit. Als Borden einen verblüffenden neuen Teleportations-Trick vorstellt, kopiert ihn Angier skrupellos mit einem Doppelgänger. Allerdings glaubt er, dass sein Rivale eine bessere Methode dafür hat und ist fortan davon besessen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dies führt Angier nach etlichen Verwicklungen schließlich über den großen Teich zum mysteriösen Wissenschaftler Nikola Tesla (ein elektrisierender David Bowie), der ihm wie zuvor Borden eine Materien-Verdoppelungsmaschine bauen soll. Die ohnehin undurchsichtigen Ereignisse überschlagen sich im Anschluss. Während Nolan den Schleier lüftet, wie manche Zaubertricks funktionieren, und dabei so manchen Tierfreund schockiert, wird die faszinierende Starkstromapparatur der historischen Figur Tesla als genuines Science-Fiction-Wunderwerk präsentiert. Überhaupt zieht sich eine gewisse Ambivalenz und Doppeldeutigkeit als Leitmotiv durch den gesamten Film. Dies umfasst die Ähnlichkeiten sowie Gegensätze der beiden vehementen Kontrahenten, ihre Liebe zur gleichen Frau (Olivia), Bordens verkorkste Beziehung zu seiner eigenen Ehefrau (um die ihn der verwitwete Angier ebenfalls beneidet) und ihre Tagebücher, mit denen sie jeweils den anderen an der Nase herumführen. Genau dies gelingt Nolan auch elegant mit dem Publikum, dem er trickreich eine Finte nach der anderen unterschiebt. Unverzichtbare Unterstützung für diese komplexe Konstruktion bekommt er vom exzellenten Ensemble, dem opulenten Setdesign und den klasse Kostümen, den beschaulichen Bildkompositionen und dem passend wuchtigen Score. Ohne Frage ein prächtiges Prestige-Projekt nicht nur für Freunde metaphernreicher magischer Mysterythriller. ara.

Verleih:
Warner
Regisseur:
Christopher Nolan
Mitwirkende:
Hugh Jackman (Robert Angier), Christian Bale (Alfred Borden), Sir Michael Caine (Cutter), Rebecca Hall (Sarah Borden), Piper Perabo (Julia McCullough)