Pi

Thriller/Science Fiction | FSK 12 | Spieldauer 85 Min.



Pi


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FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 85 Min. | Erschienen am 17.04.2003
Thriller/Science Fiction | USA/1997

Der Mathematiker Maximilian Cohen (Sean Gullette) versucht seit Jahren das numerische System und die Ordnung im natürlichen Chaos zu entschlüsseln und entfernt sich dabei zunehmend von der realen Welt. Als er ungeahnte Resultate erzielt und gar auf eine Verbindung zwischen Chaostheorie und Aktienkursen stößt, beginnen sich diverse Interessengruppen für den im wahren Leben zunehmend irrationaler agierenden Cohen zu interessieren. Lediglich 60.000 Dollar aus den Brieftaschen von ca. 100 Kleinanlegern kostete der ebenso sperrige wie stilsichere Debüt-Science-Fiction-Thriller des 28jährigen Wunderknaben Darren Aronofsky ("Requiem for a Dream"). Jetzt gibt es ein Wiedersehen im Kino mit dem Genrejuwel.

In seinem Debütfilm stellt Autor und Regisseur Darren Aronofsky Fragen über die Welt, in der wir leben. Sein Science-fFiction Thriller ist eine befremdliche, dennoch spannende Reise in die abstruse Gedankenwelt eines Mathematikgenies. Der Mathematiker Maximilian Cohen versucht seit zehn Jahren das numerische System zu entschlüsseln, das sich hinter einer perfekten Struktur des geordneten Chaos verbirgt und entdeckt gleichzeitig die Verbindung zur Börse mit ihren Aktienkursen. Das bringt eine perfide Wall Street Firma auf den Plan, die ihn mit einem Megachip ködert, damit er sein Wissen preisgibt. Gleichzeitig bedrängt ihn eine jüdische Sekte, die mit seinem System das Geheimnis der Kabbalah entschlüsseln möchte. Immer tiefer versinkt der Zahlenfreak in eine Welt der Formeln, die ihn verrückt macht. Mit einem Minibudget von 60.000 Dollar finanzierte der 28jährige seinen Film. Er gab 100 Dollaranteilscheine aus und versprach den Investoren 150 Dollar pro Anteil bei Erfolg des Films. Alle Filmcrewmitglieder erhielten das gleiche Honorar, kleinere Rollen wurden mit Familienmitgliedern und Freunden besetzt. Auf dieser Low-Low-Budget-Basis gelang Aronofsky ein formal interessanter Film, der es auf fast magische Weise schafft, den Zuschauer sukzessive in die Gedankenwelt des Protagonisten zu ziehen. Kameramann Matthew Libatique drehte auf Positiv Schwarz-Weiß-Material, das die dramatischen Kontraste verstärkt. Zwar bleibt das Universum des Protagonisten mit seinen Zahlenspielen relativ unverständlich, aber die Flucht in Wahn und Klaustrophobie läßt sich nachvollziehen. Die Reise ins Innere eines Individuums, das mit der Außenwelt nichts mehr zu tun haben will, jeden anderen Menschen als eine Mischung von Spion und Alien betrachtet, erfordert am Anfang Überwindung und Geduld und auch am Ende ist man nicht viel klüger als vorher. Die erste halbe Stunde stellt den Normalzuschauer auf eine mehr als harte Geduldsprobe. Anhänger der Chaostheorie oder Liebhaber des Experimentellen werden diesen undurchsichtigen und unverständlichen Trip dagegen wahrscheinlich genießen. mk.

Verleih:
Arsenal
Regisseur:
Darren Aronofsky
Mitwirkende:
Sean Gullette (Maximillian Cohen), Mark Margolis (Sol Robeson), Ben Shenkman (Lenny Meyer), Pamela Hart (Marcy Dawson), Stephen Pearlman (Rabbi Cohen)


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Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar(e) vorhanden


Kommentar von szhusky
12.08.2017 19:16 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich mit dem Film PI nichts anfangen kann. Liegt wahrscheinlich an meiner Aversion zur höheren Mathematik.