Louder Than Bombs

Drama/Familie | FSK 12 | Spieldauer 109 Min.



Louder Than Bombs


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FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 109 Min. | Erschienen am 07.01.2016
Drama/Familie | Norwegen/Frankreich/Dänemark/USA/Deutschland/2015

Eindringliches Drama um einen Vater und seine beiden Söhne, die den mysteriösen Tod der Mutter, eine berühmte Kriegsfotografin, verarbeiten müssen. Um eine komplexe Beziehungsdynamik geht es im dritten Film des jungen Dänen Joachim Trier, der nach seinen rein norwegischen Produktionen "Auf Anfang" und "Oslo, 31. August" nun auf einer deutlich größeren Leinwand malt. Gespannt durfte man sein, ob es Trier mit seinem ersten englischsprachigen, mit Namen wie Jesse Eisenberg, Gabriel Byrne und Isabelle Huppert durchaus hochkarätig besetzten Film möglich sein würde, seine schon jetzt unverkennbare künstlerische Stimme auch in einem solchen Zusammenhang bewahren zu können. Die Antwort lautet Ja. "Louder Than Bombs" ist ein etwas sperriger, trotz großer Emotionen eher kopflastiger, nein, genau überlegter und durchdachter und deshalb zwangsläufig wohl auch steifer Film, der von einer Familie erzählt, die zwei Jahre nach dem Tod der Mutter, einer weltberühmten Kriegsfotografin, immer noch mit dem Verlust ringt. Zwischen dem Vater und seinen beiden Söhnen herrscht Sprachlosigkeit. Der ältere ist selber gerade Vater geworden, schiebt aber Panik wegen der übergroßen Verantwortung. Der jüngere hat sich in seine eigene Welt zurückgezogen, spielt Videogames und versteckt sich hinter großen Kopfhörern: Er versucht sich durchs Leben zu tasten und einen Sinn zu suchen. Der Vater indes beginnt eine Affäre mit einer Lehrerin des Sohnes und gibt seine Einwilligung für einen großen Artikel in der Times über seine verstorbene Frau. Darin soll offenbart werden, dass es sich bei ihrem Tod nicht um einen Unfall, sondern einen Selbstmord gehandelt hat. Damit verdichten sich alle aufgeschobenen Konflikte und Probleme, und alle Beteiligten müssen ihre Gefühle, Gedanken und Erinnerungen konfrontieren. Ein schöner und auf seine Weise auch unverkennbarer Film, wenn man sich denn auf den reduzierten und unaufgeregten Stil, der bisweilen an Gus Van Sant erinnert, einlässt - mit einem Gabriel Byrne, den man in dieser herausragenden Form gerne öfter sehen würde. Und einer sagenhaften langen und regungslosen Einstellung vom Gesicht Hupperts, ziemlich am Ende des Films, die an einen ähnlichen Moment mit Ingrid Thulin in Bergmans "Winterlicht" erinnert und einem kalte Schauer den Rücken herunter laufen lässt. ts.

Verleih:
MFA (Filmagentinnen)
Regisseur:
Joachim Trier
Mitwirkende:
Jesse Eisenberg (Jonah), Gabriel Byrne (Gene), Isabelle Huppert (Isabelle), David Strathairn (Richard), Amy Ryan (Hannah)


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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentar(e) vorhanden


Kommentar von Beaslie99
18.09.2017 16:58 Uhr

Ein norwegisches Familiendrama über den Tod einer Kriegsreporterin. Das muß ich mir nicht anschauen.

Kommentar von Steini2703
20.08.2017 18:57 Uhr

Louder than Bombs ist ein Familiendrama aus Norwegen - Frankreich - Dänemark - USA - Deutschland. Der Trailer ist nicht schlecht gemacht und somit würde ich mir diesen Film auch gerne im TV anschauen.