Lieber Kurt Film

Kinofilm



Lieber Kurt Film


FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 136 Min. |
Erschienen am
Drama

Lieber Kurt – Ein Drama um Liebe und Leben, Tod und Verzweiflung, Hoffnung und Weiterleben

Wie ist es, wenn das eigene Kind stirbt? Wie lebt man weiter? Wie mit den Erinnerungen umgehen? Was aus dem eigenen Leben machen? Diesen Fragen stellt sich im Kino das Drama „Lieber Kurt“.

Wer Til Schweiger in seinen ernsthaften Rollen wie etwa in „Honig im Kopf“ mag, wird „Lieber Kurt“ trotz der schwierigen und anrührenden Thematik lieben.

Abseits der leichten Kost wie etwa in „Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“ oder „Die Hochzeit“ vorgeführt, widmet sich Til Schweiger in diesem Kinofilm einem Thema, mit dem sich eigentlich niemand so wirklich auseinandersetzen, geschweige denn identifizieren will. Auf der Grundlage des Bestsellers „Kurt“ von Sarah Kuttner setzt Til Schweiger hier einen Film ins Kinoprogramm, in dem er als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller gleichermaßen agiert. Entsprechend hoch dürften die Erwartungen sein.

Der große Kurt (Til Schweiger) ist der Vater des kleinen Kurt (Levi Wolter) und lebt getrennt von dessen Mutter Jana (Jasmin Gerat). Um dem Sohn zumindest räumlich näher zu sein, zieht er mit seiner neuen Partnerin Lena (Franziska Machens) in eine renovierungsbedürftiges Haus ganz in der Nähe des kleinen Kurt.

Alles scheint sich irgendwie glücklich in ein funktionierendes Patchwork-Familienleben zu entwickeln. Entsprechend zeigen sich die Akteure mit einer guten Portion kindlicher Neugier und dem Schweiger-typischen Wortwitz. Bis eines Tages eine Tragödie alles von den Füßen auf den Kopf stellt. Der kleine Kurt stürzt auf dem Spielplatz vom Klettergerüst und ist auf der Stelle tot.

Es beginnt das harte Hadern mit dem Schicksal, der Kampf um das Akzeptieren des Unglaublichen und die Suche nach einem akzeptablen Weg aus dem Drama heraus. Und diesen Weg müssen alle drei Hinterbliebenen gehen. Die Eltern  Kurt und Jan genauso wie Lena.

Bedrückend authentisch gelingt es dem Multitalent Schweiger, hier die vielen Facetten einer so schwerwiegenden Tragödie in Szene zu setzen. Erinnerung und Trauer, vorsichtig empfundene Freude, durchmischt mit tiefer Verzweiflung, Hoffnung auf Vergessen und doch immer wieder das Zurückgeworfensein in das unvermeidliche Selbstmitleid scheinen den Weg in eine glückliche Zukunft zu versperren. Abschiednehmen ist ein langer Weg, den Til Schweiger und an seiner Seite Jasmin Gerat und Franziska Machens fast schon zu perfekt ins Kinoprogramm stellen.

Wie das gelingen kann, welchen Sinn das Leben für Eltern hat, die ein Kind verlieren und wo die Hoffnung im Dunkeln der Trauer zu finden ist, setzt der Kinofilm mit nuancenreicher Tiefe gekonnt gefühlvoll aber nicht zu schwerlastig um.

Wer „Lieber Kurt“ im Kino gesehen hat, wird vielleicht still aus dem Kino kommen, zugleich aber auch für sich einen Weg entdecken können, mit schweren Momenten umgehen zu können.

Neben einem typischen Til Schweiger gibt es in „Lieber Kurt“ auch ein Wiedersehen beispielsweise mit Heiner Lauterbach, Nina Proll oder Peter Simonischek (u.a. „Toni Erdmann“). CinemaXXL meint: Sehenswert!

Verleih:
Filmwelt Verleih
Regisseur:
Til Schweiger
Mitwirkende:
Til Schweiger, Franziska Machens, Jasmin Gerat

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