Last Vegas

Komödie | Spieldauer 105 Min.



Last Vegas


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FSK 0 2D

Länge 105 Min. | Erschienen am 14.11.2013
Komödie | USA/2013

Seit Mitte der 1950er sind Billy, Paddy, Sam und Archie die besten Freunde. Doch nach dem Tod von Paddys Frau sorgt ein ungelöster Konflikt mit Billy für die Störung der Harmonie, gerade als der chronische Single Billy seine viel zu junge Freundin heiraten will und seine Buddies zur Hochzeit in Las Vegas einlädt. In der Vergnügungsmetropole wird sich zeigen, dass hohes Alter mit großer Lebenslust durchaus korrelieren und große Liebe sogar an Orten erlebt werden kann, an denen das Glück normalerweise nur ein Spiel ist.

Jon Turteltaubs Partyfilm für Pensionisten bringt gute Laune, Sentimentalität und vier Hollywood-Stars erstmals gemeinsam vor die Kamera. Mit insgesamt 281 Jahren trotzt das Veteranenquartett der Jugendfixierung Hollywoods - in einem Szenario, das die Begleiterscheinungen vorgerückter Lebensphasen ausschlachtet. Dabei präsentiert sich die Komödie weniger als geriatrische Reaktion auf "Hangover", sondern eher als männliche Antwort auf die "Golden Girls". Das Drehbuch von Dan Fogelman ("Cars") schickt seine Protagonisten durch eine fast Plot-befreite Zone auf eine Eventtour, die Reaktionen zwischen Schmunzeln und Fremdschämen auslöst. Nachdem ein Prolog in den 1950er Jahren die Jugendfreundschaft der Männer etabliert, wirkt schon die Überleitung "58 Jahre später" wie ein witziger Hammerschlag. "Last Vegas" spielt offen die Alterskarte aus, im Grunde schon im Titel, der die baldige Schließung seines Jurassic Parks andeutet. Vielleicht ist es wirklich das letzte Mal, dass die vier Endsechziger die Vergnügungsmetropole erleben dürfen, in die sie die anstehende Hochzeit eines chronischen Singles geführt hat. Michael Douglas spielt diesen Playboy, der den Oldtimer in sich verdrängt und demzufolge ein "Kind", eine Frühdreißigerin, heiraten möchte. Diese Konstellation beutet "Last Vegas" für eine Reihe amüsanter Gags aus, während Kevin Kline einen Parcours der Peinlichkeiten mit Würde zu meistern versucht, als ihm ein therapeutischer Freibrief seiner Frau die Chance bietet, unter den jüngeren Töchtern des Landes zu wildern. Vollzug ist nicht zu befürchten, denn der dominante Antrieb des Films, der sich als Plädoyer für Liebe und Loyalität versteht, ist moralisch. De Niro fällt dabei die Rolle des Brummbären, Freeman die des lässigen Versöhners zu, der sein Restleben genießen möchte. Trotz eines Konflikts zwischen zwei Figuren verzichtet der Film auf übergroße dramatische Gesten wie auch auf trendigen Vulgärhumor, zieht seine Gute-Laune-Strategie nach starkem Opening und durchwachsenem Mittelteil konsequent durch, während die Oldies durch einen Nightclub-Event, einen Bikini-Wettbewerb und eine Junggesellenparty, dekoriert von attraktiven Jungchassis, geschleust werden. Am Ende macht die 60-jährige Mary Steenburgen tatsächlich ein echtes Märchen plausibel, dass nämliche ältere Herren im Film Erfüllung tatsächlich im Alter finden können. kob.

Verleih:
Universal
Regisseur:
Jon Turteltaub
Mitwirkende:
Michael Douglas (Billy), Robert De Niro (Paddy), Morgan Freeman (Archie), Kevin Kline (Sam), Mary Steenburgen (Diana)


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