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In einem Land, das es nicht mehr gibt Film

Kinofilm



In einem Land, das es nicht mehr gibt Film


FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 100 Min. |
Erschienen am
Drama

Das Drama „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ reisen die Zuschauenden im Kino zurück in das Jahr 1989, einige Monate vor die Öffnung der Berliner Mauer.

Abseits jeglicher Ostalgie und dennoch mit einem scharfen Blick auf die quasi letzten Geschichten der untergehenden DDR macht die Regisseurin Aelrun Goette eine auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte zum Inhalt ihres Films im Kinoprogramm.

Erzählt wird die Geschichte von Suzie (Marlene Burow). Noch vor dem Abitur fliegt sie aus ihrer Ostberliner Schule und muss fortan im VEB Kabelwerk Oberspree beweisen, dass sie doch noch ein wertvolles Mitglied der sozialistischen Gesellschaft werden kann. Die körperlich schwere und schmutzige Arbeit ist nicht das, was Suzie sich von ihrem Leben erträumt hat. Aber sie nimmt die Arbeit ebenso hin wie die Ablehnung ihrer zumeist älteren Arbeitskolleginnen, die meinen, dass Suzie nicht zu ihnen gehört.

Ein Moment kann alles verändern. Und dieser Moment ist der Tag, als Suzie morgens um halb fünf in der Straßenbahn auf dem Weg zur verhassten Arbeit eher zufällig fotografiert wird. Suzie findet ihr Bild wieder auf der Titelseite der „Sybille“, einer ostdeutschen Modezeitschrift. Chefredakteurin  Elsa Wilbrodt (Claudia Michelsen) macht für Suzie den Weg frei in eine völlig neue Karriere in einem völlig neuen Leben.

Als Quereinsteigerin probiert sich Suzie nunmehr als Model nicht nur für die „Sybille“, sondern auch auf Modeschauen. So groß wie der Unterschied zwischen der Drecksarbeit im Kabelwerk und der glamourösen Welt der Mode scheint auch der Widerspruch zu ihren Kolleginnen zu sein. Die lassen das Suzie deutlich spüren.

Unbeirrt geht diese jedoch weiter ihren Weg und trifft dabei auf den schwulen Rudi (Sabin Tambrea), der mit seinen Freunden aus allem, was der marode DDR-Markt so hergibt versucht, Mode zu kreieren.

So schnell wie Suzie sich auf den Laufstegen der Deutschen Demokratischen Republik wiederfindet, verliebt sie sich auch in den rebellischen Fotografen Coyote (David Schütter). Dessen Bilder sind zwar höchst attraktiv und wertvoll, haben will sie trotzdem keiner. Die beiden scheinbar unverstandenen Charaktere gehen immer tiefer in ihrer Beziehung auf, müssen sich aber dennoch den unwägbaren Schwierigkeiten eines Lebens und Liebens in der Zone stellen.

Mit Coyote zusammen erlebt Suzie die Freiheit, von der sie immer geträumt hat. Doch gerade Freiheit hat in der DDR ihren Preis. Und der ist nicht mit Geld zu bezahlen. Suzie muss wieder einmal Entscheidungen treffen. Was ist der Wert der Freiheit?

„Entweder du bist frei, dann bist du es überall!“ Das mag die Quintessenz aus einem Kino-Film sein, der nicht mit dem sozialistischen Alltag abrechnen will, aber den Wert der individuellen Freihit ins Kinoprogramm stellt. Und das überraschend unbemüht.

CinemaXXL zu „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ im Kino: Für Ostalgiker vielleicht ein Muss. Für Menschen auf der Suche nach der persönlichen Freiheit die Chance, sich selbst zu finden. Egal ob Ost oder West, gestern oder heute. Für das deutsche Kino auf jeden Fall ein Zugewinn.

Verleih:
Tobis Film
Regisseur:
Aelrun Goette
Mitwirkende:
Marlene Burow, Sabin Tambrea, David Schütter

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