Evil Dead

Horror | Spieldauer 91 Min.



Evil Dead


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FSK 0 2D

Länge 91 Min. | Erschienen am 16.05.2013
Horror | USA/2013

Fünf College-Twens ziehen sich über das Wochenende in eine entlegene Waldhütte zurück. Dort wollen Eric, Olivia, Natalie und ihr Freund David die Drogensucht seiner Schwester Mia auskurieren. Als Eric im Keller das Buch der Toten entdeckt und daraus Beschwörungsformeln zitiert, entfesselt er die Hölle auf Erden: Geister ergreifen Besitz von der labilen Mia, die ihre Freunde attackiert. Vom Hochwasser eingeschlossen, kämpft David um das Leben seiner Schwester, während sich die anderen in besessene Tote verwandeln, die nur mit radikalen Methoden aufgehalten werden können.

Von Sam Raimi produziertes und Diablo Cody geschriebenes, höllisch brutales Remake des wegweisenden Horrorfilmklassikers. Die Teufel, die Sam Raimi 1981 ins Leben rief, tanzen wieder. 32 Jahre, nachdem er mit "Tanz der Teufel" Film- und Zensurgeschichte schrieb, erklimmt er als Produzent des Remakes kurz nach "Die fantastische Welt von Oz" zum zweiten Mal 2013 die US-Chartspitze. Das die Frauenrollen betonende Drehbuch von Oscar-Gewinnerin Diablo Cody ("Jennifer's Body") setzt der Uruguayer Fede Alvarez als explizite Variation des einflussreichen Originals mit neuem Ende um. Darin dominiert ein perfektes Thrill-Stakkato zwischen Retro-Look und Torture-Porn-Ästhetik mit morbiden Anleihen bei "Texas Chainsaw Massacre" und "Der Exorzist". Das Update tut bereits im Prolog alles, um die höchste Altersfreigabe zu rechtfertigen, wenn ein Vater mit Feuer und Schrotflinte seine eigene Tochter exorziert. Anschließend fahren fünf melancholische College-Twens in die einsame Waldhütte, um den Entzug der drogenabhängigen Mia (Jane Levy, "Fun Size") zu überwachen. Vorwürfe belasten das Verhältnis zu ihrem entfremdeten Bruder David (Shiloh Fernandez aus "Red Riding Hood"), die Grundlage für ein Geschwister-Drama, das den emotionalen Anker bildet und aus einem Verzagten einen opferbereiten Kämpfer macht. Es fällt Lou Taylor Puccis ("Thumbsucker") Figur zu, im von verwesenden Kadavern verhängten Keller das in Stacheldraht eingewickelte Totenbuch aus Menschenhaut zu entdecken und Beschwörungsformeln zu skandieren. Mit denen erwacht das Pandämonium im Wald und nimmt Mia in Besitz. Bis die Freunde die mordenden Teufel, die sie gerufen haben, wieder austreiben, der Bruder seine Schwester beerdigt und - mit einer Autobatterie - reanimiert, zieht Alvarez alle Register eines exzessiv blutigen Terrorerlebnisses, das wesentlich härter als das in Deutschland viele Jahre beschlagnahmte Original ausfällt. Dessen aus dem Mini-Budget geborene Kreativität ersetzt er durch die hocheffiziente Schockwirkung eines Thrill-Stakkatos, das sich durch Professionalismus auszeichnet: Mit fulminantem Einsatz von grellen Tönen, Akkord-Montage, modrigem Set-Design und einem düsteren Look entfalten die (meist ohne Computerhilfe) generierten Spezialeffekte ihre Wirkung. Wo Raimi augenzwinkernd die Marx Brothers zitierte und bereits das Comichafte der beiden Nachfolger andeutete, herrscht anno 2013 grimmige Humorlosigkeit: Mit einem der Pathologie entstammenden Naturalismus führt Alvarez seine "Saw"-Folterinstrumente vor - Haushaltsgeräte, Werkzeuge und natürlich die Kettensäge - um anschließend mit ultra-realistischen Selbst- und Fremdverstümmelungen der drastischen Art zu schocken. Dann werden Zungen zerschnitten, Arme abgesägt und Körper mit der Nailgun perforiert. Ein sagenhaftes Blutbad, das von Thrill zu Thrill jagt, dem Survival Horror huldigt und eine weithin sichtbare Wegmarke für Kino-Mutproben setzt. tk.

Verleih:
Sony Pictures
Regisseur:
Fede Alvarez
Mitwirkende:
Jane Levy (Mia), Shiloh Fernandez (David), Lou Taylor Pucci (Eric), Jessica Lucas (Olivia), Elizabeth Blackmore (Natalie)


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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentar(e) vorhanden


Kommentar von Kojote
21.09.2017 13:06 Uhr

Toller Film, den ich wo er erschienen ist im Kino angeschaut habe. Den lohnt es sich zu schauen.

Kommentar von NagaPadoha
14.08.2017 19:21 Uhr

Die Original-Reihe von Sam Raimi finde ich großartig. Das Remake ist ein solider Horrostreifen, dem aber das besondere fehlt.