Der Schatz der weißen Falken

Kinderfilm/Abenteuer | Spieldauer 92 Min.



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Der Schatz der weißen Falken


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FSK 0 2D

Länge 92 Min. | Erschienen am 20.10.2005
Kinderfilm/Abenteuer | Deutschland/2005

Im Sommer 1981 stehen in der fränkischen Kleinstadt Heroldsbach die großen Ferien und ein schwerer Abschied vor der Tür. Der elfjährige Jan (David Bode aus "Familie Dr. Kleist") wird mit seiner Familie nach Düsseldorf ziehen, die besten Freunde Stevie (Tamino-Turgay zum Felde) und Basti (Kevin Köppe) bleiben zurück. Zuvor gilt es jedoch, das Geheimnis der Karte aus der Kattlervilla zu erforschen. Dort nämlich verzeichnete eine nunmehr legendäre Kinderbande namens "Die weißen Falken" zehn Jahre zuvor das Versteck eines Schatzes. Kein geringerer als Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern") produzierte die deutsche Antwort auf "Stand By Me".

Mit beeindruckendem Gespür für seine jungen Figuren und dem richtigen Gefühl für Stimmung und Kindheitsträume setzte "Lammbock"-Regisseur Christian Zübert einen Abenteuerfilm nach dem Vorbild von Klassikern wie "Stand By Me" um. Wir schreiben das Jahr 1981. Kurz bevor der elfjährige Jan (David Bode) am Ende der Sommerferien mit seinen Eltern in die Stadt zieht, will er mit seinen besten Freunden noch das größte Abenteuer seines Lebens bestehen - und den sagenumwobenen Schatz der weißen Falken finden. Doch die rivalisierende Bande der schlagkräftigen Marie (Victoria Scherer) lässt sich den nicht so einfach vor der Nase wegschnappen. Mit angenehmem Respekt vor dem Erwachsenwerden, liebevollen Details und nostalgischen Momenten gelang Zübert ein Kinoabenteuer für die ganze Familie. Ein unvergesslicher Sommer, erzählt aus Kinderaugen - den Trend des Hollywoodkinos der 80er Jahre ("Stand By Me", "Die Goonies") greift der Autor und Regisseur auf und versetzt seine Geschichte genau in diese Zeit zurück. Es geht um Freundschaft, Abenteuersuche und die erste Liebe, den schwermütigen Abschied vom Kindsein, die Suche nach dem Schatz als Entdeckung der eigenen Persönlichkeit etc. Das alles spielt in dichten Wäldern der süddeutschen Provinz, auf Bahnschienen, in Höhlen und Dörfern - und es ist natürlich kein kleines Kunststück, aus all den bekannten Bildern dennoch ein neues Ereignis zu schaffen. Zübert gelingt dieses Kunststück ausgezeichnet: Er kopiert nicht, sondern schafft aus den Genreelementen einen eigenen Charme, und aus einer Story und aus Figuren, die ihm sichtlich am Herzen liegen und nahe stehen, eine Welt, die überzeugend und stimmig ist. Jeder Schritt und Blick stammt unverkennbar aus den Augen von Kindern, die ernst genommen werden und sowohl sprachlich als auch gedanklich dort verhaftet sind, wo die humorvolle Geschichte spielt. Da wird nichts behauptet, sondern erlebt. Zübert hat sogar die eine oder andere Actionszene parat, um das heutige Jugendpublikum bei der Stange zu halten, er entwickelt zarte Liebesbande zwischen frechen Mädchen und schüchternen Jungs und bietet mit seinen unterschiedlichen liebenswerten Figuren Identifikationsmöglichkeiten für jedermann. Jüngere Erwachsene in den Dreißigern werden an die Zeit von "TKKG"-Kassetten und Capri-Sonne erinnert, ohne dass Zübert die Nostalgie-Welle ausreizen und zum Hauptakteur machen würde. Lediglich der mächtig überladene Hollywoodscore des Soundtracks nimmt dem Abenteuer dabei unnötigerweise ein Stück von seiner hinreißenden Leichtigkeit. deg.

Verleih:
Falcom
Regisseur:
Christian Zübert
Mitwirkende:
David Bode (Jan), Kevin Köppe (Basti), Tamino-Turgay zum Felde (Stevie), Viktoria Scherer (Marie), Jannis Niewöhner (Dirk)