Crank 2: High Voltage

Action | Spieldauer 96 Min.



Crank 2: High Voltage


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FSK 0 2D

Länge 96 Min. | Erschienen am 16.04.2009
Action | USA/2009

Profikiller Chev (Jason Statham) war tot, aber nun geht es ihm besser, schließlich ist er ein Gangster mit Herz - mit einem falschen allerdings. Denn der Triaden-Lakai Johnny Vang (Art Hsu) hat ihm ein künstliches eingepflanzt. Zweck der Übung: Chev soll als wandelndes Organ-Ersatzteillager für den siechen Crimelord Hu Dong dienen. Auf der Jagd nach Vang und seinem echten Herz verliert Chev die Batterie für das Ersatzorgan. Da helfen nur noch regelmäßige Stromstöße! Für fette Adrenalinschübe sorgt die Fortsetzung der durchgeknallten Action-Groteske: Das selbe erprobte Team vor und hinter der rasanten Kamera legt gewaltig nach und demonstriert mit einem elektrisierenden Comic-Spaß, wie sich ein beherzter Griff in die Starkstromleitung anzufühlen hat.

Statt mit Adrenalin muss sich der Bruce Willis unserer Zeit, Jason Statham, im abgehobenen Action-Sequel mit Starkstrom aufladen, um dem Tod von der Schippe zu springen. 2006 sorgten die beiden Regiedebütanten Mark Neveldine und Brian Taylor für eine Überraschung, als sie das Zwölf-Mio.-Dollar-Budget ihres kleinen Actionfilms "Crank" bereits am US-Startwochenende wieder eingespielt hatten. Wie bei der Fortsetzung lieferten sie die destillierte Essenz eines Actionfilms, setzten auf ein unglaubliches Tempo und scherten sich nicht im Geringsten um irgendwelche Vorgaben der political correctness oder des guten Geschmacks. Auch das Ende lies keinen Zweifel daran, dass sich die Macher nicht um Hollywood-Konventionen kümmerten, nach denen man die Möglichkeit eines Sequels nie ganz ausschließen sollte. Und so hatte Profikiller Chev Chelios (Jason Statham) nach dem Sprung aus einem Helikopter und der ungebremsten Landung auf dem Dach eines PKWs eigentlich den Löffel spektakulär abgegeben. Doch wird er nun kurzerhand von den Handlangern der chinesischen Mafia mit der Schaufel buchstäblich vom Boden gekratzt und auf einen improvisierten OP-Tisch verfrachtet, wo ihm sein gedoptes Herz ex- und ein neues künstliches, Batterie-betriebenes implantiert wird. Als sich die Chirurgen auch noch Chelios bestem Stück bemächtigen wollen, macht dieser sich kurzerhand selbstständig und fortan auf die Jagd nach seinem echten Herz. Problematisiert wird diese allerdings durch die kurze Laufzeit des Herz-Akkus, so dass er diesen durch immer bizarrere Methoden neu aufladen muss. Neveldine und Taylor haben es tatsächlich geschafft, nicht zuletzt dank des fast verdoppeltem Budget, den bereits völlig überdrehten ersten Teil zu übertreffen, indem sie die Sex-, Gewalt- und Temposchraube noch einmal ein gutes Stück andrehen. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier ein rassistisches und sexistisches Klischee nach dem anderen bedient, wobei ausnahmslos jeder dermaßen comichaft überzogen sein Fett abkriegt, dass es mühselig wäre, sich darüber zu beschweren. Einzelne vermeintliche Tabubrüche wirken dabei vielleicht etwas bemüht, doch letztlich kann man sich nicht dagegen wehren, dass es einen Riesenspaß macht, Statham zuzusehen, wie er sich Berserkergleich durch die Hinterhöfe LAs arbeitet und dabei aufführt, wie ein Duracell-Hase auf Speed, den man an ein Atomkraftwerk angeschlossen hat. Wer also den ersten Teil mochte, wird den zweiten lieben. mahe.

Verleih:
Universum Film (Walt Disney)
Regisseur:
Mark Neveldine
Mitwirkende:
Jason Statham (Chev Chelios), Amy Smart (Eve), Bai Ling (Ria), Clifton Collins Jr. (El Huron), David Carradine (Poon Dong)


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