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Alice Schwarzer Film

Kinofilm



Alice Schwarzer Film


FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 100 Min. |
Erschienen am
Dokumentarfilm

Alice Schwarzer – Eine Dokumentation wie ein Bilderbuch der modernen Frauenbewegung.

Im Kinoprogramm steht eine Dokumentation, die weniger auf das Leben, als vielmehr auf das Wirken der deutschen Legende der Emanzipation der Frau zurückblickt. Dabei gelingt es der Regisseurin Sabine Derflinger (u. a. „Es war einmal“)einen Blick auf eine Frau zu werfen, die wie kaum eine andere die Auseinandersetzung zwischen den Geschlechterrollen gesucht und gefunden hat.

Im Verleih von  Die FilmAgentinnen und Mizzi Stock Entertainment steht ein Dokumentarfilm im Kino, der nicht nur die Gründerin der „Emma“, sondern auch die betont aktive Frauenrechtlerin in den Blick nimmt. Dabei wirkt der gesamte Film im Kino ebenso plakativ wie subtil.

In einzelnen Szenen wird der Kampf von Alice Schwarzer für die Gleichberechtigung der Frau dokumentarisch zusammengestellt. Auch Ausschnitte aus Talkshows und ähnlichen Formaten sorgen dafür, dass sich die Zusehenden mit der Persönlichkeit einer Alice Schwarzer auch im Kino auseinandersetzen können. Verzichtet wird bewusst auf nachträglich eingefügte filmische Szenen, sodass der Charakter eines Porträts von Anfang bis Ende des etwa 100 Minuten langen Streifens gewahrt bleibt.

Begonnen hat wohl alles in den 1970er Jahren, als die Person Alice Schwarzer erstmals öffentlich die archaischen Männerstrukturen in der westdeutschen Gesellschaft in den Blick nahm. Um diese Zeit begann ein Kampf um die Emanzipation der Frau, der bis heute im Angriffsmodus geblieben ist. Auch wenn Alice Schwarzer natürlich auch älter und in der Auseinandersetzung reifer geworden ist, bleibt sie doch die Gallionsfigur der deutschen, wenn nicht der europäischen, Frauenbewegung.

Dabei scheint es nie die Absicht von Alice Schwarzer zu sein, den männlichen Teil in der Gesellschaft auszurotten oder gar unter die Führung von Frauen zu stellen. Viel wichtiger bleibt die Erkenntnis, dass Frauen und Männer gleichermaßen Menschen sind, die in ihren jeweiligen Rollenbildern gefangen sind, sich daraus aber befreien müssen, wenn es zu wahrer Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau kommen soll.

Ohne Frauen geht nichts, mag eine der Einsichten sein, die uns im Kinoprogramm wahrlich entgegen zu springen scheint. Dabei geht es nicht um die Übergewichtung von Frauen, sondern vielmehr darum, dass die Frau selbst ihren Weg aus der Knechtung durch die maskuline Herrscherkaste finden muss. Und das geht am besten, wenn es dazu eben nicht nur gutgemeinte Appelle und Beispiele gibt, sondern eine unerbittliche Auseinandersetzung um die Stellung der Frau im gesamtgesellschaftlichen Kontext geführt wird.

Im Kino erleben wir eine Alice Schwarzer, wie wir sie kennen und schätzen. Kampfeslustig, kommunikativ, erbarmungslos ehrlich und treffend offen. So, wie es vielleicht jede Frau sein sollte.

Nicht nur für Zuschauerinnen, sondern auch für die Männer im Kino-Publikum eine sehenswerte Dokumentation, die auch heute noch verschlossene Augen öffnen kann und aus dem betont verächtlichen Wegsehen auch ein vorsichtiges Hinschauen provozieren kann.

Alice Schwarzer – eine Dokumentation, die wie ein guter Spielfilm in eine lebendiges Kinoprogramm gehört.

Verleih:
Die FilmAgentinnen / Mizzi Stock Entertainment
Regisseur:
Sabine Derflinger

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