17 Mädchen

Drama/Komödie | FSK 12 | Spieldauer 90 Min.



17 Mädchen


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FSK 12 2D

FSK 12 | Länge 90 Min. | Erschienen am 14.06.2012
Drama/Komödie | Frankreich/Belgien/2011

Eine Schülerin wird schwanger und will keine Abtreibung. Erst machen es ihr die engen Freundinnen nach, am Ende erwarten weitere 16 Mädchen ein Kind. Gegen den Rat von Eltern und Lehrer und ohne Interesse an den Erzeugern hoffen sie, sich durch die Mutterschaft aus Langeweile und Perspektivlosigkeit in der kleinen bretonischen Stadt zu retten. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, träumen von einer großen Frauen-WG, in der sie selbständig und selbstbestimmt leben können, bis die Wirklichkeit sie einholt.

Dramödie über Schülerinnen, die Schwangerschaft als Unabhängigkeitserklärung an die Gesellschaft begreifen. In Massachusetts soll im Frühjahr 2008 eine Gruppe von Schülerinnen einen Pakt geschlossen haben, zur gleichen Zeit schwanger zu werden. Diese Idee greifen Delphine und Muriel Coulin in ihrem vielschichtigen Jugendporträt auf und siedeln sie in der Bretagne an. Irgendwo am Meer liegt der kleine Ort Lorient, es ist nichts los, alles wirkt ein bisschen heruntergekommen und wie von Gestern. Camille ist ein hübsches Mädchen und hofft auf ein Leben weit weg vom Alltag im Betonhochhaus. Als sie schwanger wird, entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung. Bald machen es ihr die engen Freundinnen nach, am Ende erwarten weitere 16 Mädchen ein Kind. Gegen den Rat von Familie und Lehrer und ohne Interesse an den Erzeugern hoffen sie, sich durch die Mutterschaft aus Langeweile und Perspektivlosigkeit zu retten, den Zwängen des Elternhauses zu entrinnen, vielleicht ein bisschen bedingungslose Liebe zu erlangen. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, träumen von einer großen Frauen-WG, in der sie selbständig und selbstbestimmt leben können, bis die Wirklichkeit sie einholt. Der Blick auf eine verlorene Generation, die sich von den Erwachsenen abgrenzen möchte, sich an Schwangerschaftsgymnastik und Ultraschall erfreut und die Konsequenzen für die Zukunft nicht bedenkt, ist pädagogikfrei und schafft den Spagat zwischen Komik und Konflikt. Die bewegte Kamera spiegelt die Unsicherheiten der (etwas zu zahlreichen) Protagonistinnen wieder, die weiter trinken und rauchen, ihre Angst und ihre Hoffnung. Dann wieder fängt sie fast romantisch den Himmel ein und das Meer, sogar die Ansammlung von Beton wirkt plötzlich wie weich gezeichnet. Der Zusammenprall gesellschaftlicher Normen und Suche nach Identität zieht sich wie ein roter Faden durch den Film. Aus 600 Mädchen wurden die Darstellerinnen herausgepickt, eine Mischung aus Schauspielerinnen und Laien. Großartig ist Louise Grinberg, die auch schon in Michael Hanekes "Das weiße Band" vor der Kamera stand, als trotzige und optimistische Anführerin. mk.

Verleih:
Arsenal
Regisseur:
Delphine Coulin
Mitwirkende:
Louise Grinberg (Camille), Juliette Darche (Julia), Roxane Duran (Florence), Esther Garrel (Flavie), Yara Pilartz (Clémentine)


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Kommentare

Insgesamt 3 Kommentar(e) vorhanden


Kommentar von szhusky
05.08.2017 14:46 Uhr

Ein etwas verrückter französischer Film über den man geteilter Meinung sein kann.

Kommentar von Robo73
05.08.2017 13:38 Uhr

wird sicherlich das ein oder andere Mädel geben, was sich mit dieser Story identifizieren kann...

Kommentar von GoldSaver
09.07.2017 08:18 Uhr

Ich finde das ist eine etwas eigenartige Story. Vielleicht ein typischer Mädchen-Film?